First Impression: „Private Practice“, ABC

Dezember 2, 2007 - Schreibe eine Antwort

Nun sind die besinnlichen ruhigen Adventssonntage da, und was könnte man da Besseres tun als Serien aufholen, die man bisher verpasst hat? Also, an einem regnerischen Adventssonntag ist mir persönlich stark nach Kitsch, Drama und ein paar medizinischen Notfällen zumute… Aber Grey’s Anatomy kenne ich schon. Was also tun? Genau: Das Sequel einschalten. So ähnlich muss wohl auch Shonda Rimes’ Gedankengang gewesen sein…

Meine Bewertung (nach 4 Folgen):
3

Die Story:
Im Mittelpunkt von „Private Practice“ steht Dr. Addison Montgomery – ohnehin eine meiner Lieblingsfiguren aus „Grey’s Anatomy“. Sie zieht nach Los Angeles, um dort in der ganzheitlich ausgerichteten Ärzte-Praxis ihrer Studienkollegin Naomi mitzuwirken. Dazu gab es auch schon in GA einen kleinen Ausflug, sodass uns Addisons Abschied nicht zu sehr überraschte… Dort trifft sie auf ein Team von Ärzten, von denen jeder so sein Päckchen zu tragen hat. Naomi hat sich gerade von ihrem Mann getrennt, den sie allerdings in der Praxis noch jeden Tag sieht. Violet, die kompetente Psychiaterin, kann sich nicht von ihrem mittlerweile verheirateten Ex-Freund lösen, und Cooper, der herzensgute Kinderarzt, hat nur Interesse an Internet-Bekanntschaften. Außerdem arbeitet dort auch der Akupunkteur Pete, mit dem Addisons bereits einen feurigen Kuss ausgetauscht hat. Also um die Story auf den Punkt zu bringen: Es geht um die Herzschmerzen aller Beteiligten, metaphorisiert durch Krankheitsfälle – wie man das eigentlich auch aus GA schon kennt.

Fazit:
Das Rad wurde hier sicher nicht neu erfunden, und ich finde auch, dass die Private Practice hinter GA deutlich zurücksteht. Dennoch: Für ein Ärzte-Drama wird hier solide Arbeit geleistet und Kate Walsh muss man einfach mögen. Die anderen Figuren sind angenehm schrullig und man bekommt beim Sehen das wohlige Gefühl, dass einfach jeder Mensch irgendwie unglücklich ist.
Es werden sich vielleicht bis zum Ende der Staffel Ermüdungserscheinungen einstellen, andererseits kann ich mir auch vorstellen, dass sich die Charaktere hier deutlich weiterentwickeln und es einige Wendungen geben wird – wie sich das schon in den ersten vier Episoden abzeichnet. Ein wenig Herzschmerz und hübsche Menschen reichen für eine 2 allerdings nicht aus, da braucht es einfach etwas mehr Substanz.

First Impression: „Samantha Who“, ABC

November 26, 2007 - Schreibe eine Antwort

Eine Sitcom mit Christina Applegate? Nun ja, das könnte amüsant werden. Wenn es denn erst einmal in Schwung kommt, ist es das sogar!

Meine Bewertung (bis jetzt):
3+ (Tendenz steigend)

Die Story:
Bei „Samantha Who?“ geht es um eine Frau in den Mittdreißigern, Samantha eben, die nach einem Unfall unter retrograder Amnesie, sie kann sich also an nichts erinnern, das vor diesem Unfall stattgefunden hat. Neben der Tatsache, dass ihre Mutter extrem nervig ist, findet findet außerdem nach und nach heraus, dass sie wohl nicht gerade ein Engel gewesen ist: Sie ist, wie ihre Freundin Andrea, Alkoholikerin und betrog ihren wirklich lieben Freund Todd des öfteren. Ihr Einzug bei ihren Eltern führt sie auch wieder mit einer alten Schulfreundin zusammen (Melissa McCarthy aus „Gilmore Girls“), mit der die alte Samanthat wohl niemals hätte befreundet sein können, weil sie viel zu oberflächlich gewesen wäre. Im Laufe der Serie versucht sie herauszufinden, wer die alte Samantha war, und sieht ein, dass die neue Samantha eigentlich besser ist. Doch welche Samantha behält die Oberhand?

Fazit:
Während die ersten zwei, drei Folgen noch sehr sketchartig zusammengestückelt wirkten, ergibt sich langsam ein stimmiges Bild. Neben kurzweiligen Gags bekommt man auch einen Eindruck von der alten Samantha und ihrem Leben. Besonders schön sind die Szene mit Tim Russ (Tuvok aus „Star Trek: Voyager“), der als Doorman in Samanthas Wohnkomplex arbeitet und immer grummelig, aber dafür als Einziger ehrlich zur Protagonistin ist. Mittlerweile hat sich ein runde Sache entwickelt, die zwar das Rad nicht neu erfindet, aber durchaus witzig und unterhaltend ist. Außerdem finde ich Christina Applegate super, das gibt zusätzliche Pluspunkte. Wenn die Show so weitermacht, kommt sie mit der Endnote fürs Gesamtpaket noch in den Zweierbereich.

Filmrätsel # 527

Oktober 20, 2007 - 23 Antworten

Heute ist mein Glückstag. Bei Alice habe ich den wunderschönen australischen Film „Spider & Rose“ erraten, jetzt geht es hier weiter. Welcher Film wird gesucht?

Erstes Bild:

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Und noch ein Bild:

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Filmrätsel # 524

Oktober 20, 2007 - 47 Antworten

Eine Weile habe ich ja schon stillschweigend mitgelesen, aber jetzt habe ich selbst das Filmrätselstöckchen ergattert! Hier gibt es die Gesamtübersicht mit allen Stationen des Stöckchens.

Und jetzt gibt es das erste Bild des gesuchten Films:

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First Impression: „Chuck“, NBC

Oktober 3, 2007 - Eine Antwort

Der Überraschungserfolg der Saison ist „Chuck„, das wage ich jetzt schon zu behaupten. Wobei sich Erfolg natürlich an meiner persönlichen Einschätzung und nicht an Einschaltquoten oder so bemisst.

Meine Bewertung (bis jetzt):
1-

Die Story:
Der Nerd Chuck, der in einem Elektronikladen als Helfer in der technischen Not arbeitet, erhält von seinem alten Schulfreund Bryce eine E-Mail, die alle Staatsgeheimnisse der CIA in sein Gehirn runterlädt. (Ja, klingt hohl, funktioniert aber.) Bryce ist kurz darauf tot und die Originaldaten sind vernichtet. Jetzt sind die Geheimdienste auf Chuck angewiesen. Er muss mit Hilfe der Agentin Sarah und des NSA-Nannes Casey fortan Fälle lösen, weil nur er über das nötige Wissen verfügt. Gleichzeitig dürfen sein beknackter Freund Morgan und seine Schwester nichts davon erfahren…

Fazit:
Rasante Unterhaltung, akzeptable Action und Nerd-Witze in einem. Perfekt. Das kleine Minus hinter der Eins habe ich nur sicherheitshalber vergeben, um mich am Staffel-Ende (hoffentlich) noch steigern zu können.

First Impression: „The Big Bang Theory“, CBS

September 30, 2007 - Schreibe eine Antwort

Eine Metapher finden zu wollen, die den Urknall und die bestenfalls mäßige Sitcom „The Big Bang Theory“ in Verbindung zueinander setzt, wäre eine Lebensaufgabe. Also lasse ich es gleich.

Meine Bewertung (bis jetzt):
4-

Die Story:
Zwei offenbar hochbegabte Physiker Leonard und Sheldon leben in einer WG (Konserven-Lachen). Nebenan zieht eine hübsche junge Frau namens Penny ein. Die beiden Physiker finden sie toll, sind aber völlig überfordert davon, mit ihr normal umzugehen. Sie hat sich gerade von ihrem Freund getrennt und bittet die beiden aus völlig unbegreiflichen Gründen, ihren Fernseher aus der Wohnung des Ex-Freundes zu holen. Die beiden stimmen aus völlig unbegreiflichen Gründen zu und kommen ohne Fernseher und ohne Hosen wieder. (Ja, wirklich, das war’s schon. Ist das nicht urkomisch?)

Fazit:
Es gab vielleicht zwei Witze, über die ich dann doch aus Versehen lachen musste. Deshalb vergebe ich hier keine 5. Die beiden Trottel vom Dienst sind nicht nur potthässlich (ja, das sollte kein Kriterium sein, aber jetzt mal unter uns Klosterschwestern und -brüdern!), sondern auch unkomisch und unsympathisch. Vielleicht wird das ja noch besser, aber etwas derart Unwitziges und nahezu agressiv Machendes habe ich lange nicht gesehen.

First Impression: „Moonlight“, CBS

September 30, 2007 - Eine Antwort

Noch eine ganz neue Serie, diesmal mit viel Blut und Vampiren: „Moonlight“ läuft seit Freitag auf CBS. Ich habe jetzt den Pilotfilm gesehen – und der hat mir ganz gut gefallen.

Meine Bewertung (bis jetzt):
2

Die Story:
Der Vampir Mick St. John  (Alex O’Loughlin) nutzt seine besonderen Fähigkeiten bei seiner Arbeit als Privatdetektiv. Er hat einen hohen moralischen Standard, beißt keine Unschuldigen und ernährt sich von Blutkonserven – im Gegensatz der meisten anderen Vampiren, z.B. seinem Freund Josef. Als ein College-Mädchen umgebracht wird und scheinbar Bissspuren am Hals hat, wird Mick auf den Fall aufmerksam. Er muss einerseits Schadenbegrenzung betreiben. Nicht dass die Menschen doch nocht herausfinden, dass es wirklich Vampire gibt! Andererseits muss er auf die Reporterin Beth Turner aufpassen, die sich bei diesem Fall in Gefahr begibt. Offenbar verknüpft ihn und Beth noch etwas Anderes…

Fazit:
Das Problem an Vampir-Geschichten ist, dass sie sehr schnell im Klischee landen. Das Meiste hat jeder durchschnittlich an Vampiren interessierte Zuschauer bereits gesehen. Auch „Moonlight“ kann sich von Klischees nicht befreien, greift sie andererseits aber auch bewusst und geschickt auf. So beginnt die Folge mit einem „Interview mit einem Vampir„, von dem sich Mick wünscht, dass es stattfinden würde, damit er nicht immer im Geheimen leben muss. Ein sehr gelungener und origineller Einstieg.
Die Serie funktioniert auf mehreren Ebenen, das gefällt mir. Zum einen gibt es eine Detektiv-Geschichte, die wenigstens halbwegs überraschend aufgelöst wird, zum anderen gibt es die Geschichte, die Beth und Mick gemeinsam haben, und deren Auflösung ist zwar noch weniger überraschend, aber dafür sehr ergreifend. Dass diese Folge ein so bewegendes Ende haben würde, hätte ich nicht erwartet. Aber ich fand es gut.
Ob das so weitergeht, bleibt abzuwarten. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es in jeder Episode jetzt zwei parallele Geschichte (eine in der Vergangenheit, eine in der Gegenwart) geben wird, würde es aber begrüßen. Außerdem sollten die Kriminalfälle ein wenig interessanter und weniger klischeebeladen werden. Alex O’Loughlin als einsamer Vampir gefällt mir aber sehr gut. Ein Bonus: Kevin Weisman (bekannt als Marshall aus „Alias“) tritt als Beths Kameramann auf!

First Impression: „Tell Me You Love Me“, HBO

September 24, 2007 - Schreibe eine Antwort

Ganz neu seit dieser Saison hat HBO die Drama-Serie „Tell Me You Love Me“ im Programm, passenderweise (?) nach der lebenden Legende „Curb Your Enthusiasm“. Es sind nun zwei Folgen davon gelaufen, und da der Serienterminplan zunehmend enger wird Ende September (neue „Heroes“-Folgen ab heute!), wird es für mich nach zwei Episoden Zeit, mich von der Serie zu verabschieden, weil sie einfach nicht so mitreißend ist, dass ich sie im Terminplan unterbringen werde.

Meine Bewertung bis jetzt:
3

Die Story:
Es geht um drei Paare. Zum einen sind da Katie und David, die seit etwa zehn Jahren verheiratet sind und drei Kinder haben. Sie haben bereits seit einem Jahr überhaupt keinen Sex mehr und Katie scheint das mehr auszumachen als David. Sie entschließt sich, zu einer Paartherapeutin, Dr. May Foster, zu gehen. Ihr Mann unterstützt sie dabei aber (noch?) nicht. Außerdem gibt es noch ein junges Paar, das kurz vor der Hochzeit feststellt, dass es sich gegenseitig wohl doch nicht so gut kennt. Auch dieses Paar wird wohl über kurz oder lang bei Dr. Foster landen. Das dritte Paar sind Carolyn und Palek, Mittdreißiger, die verzweifelt versuchen, ein Baby zu bekommen, aber Carolyn wird einfach nicht schwanger. Das belastet die Beziehung erheblich, zumal beide sehr erfolgsorientiert sind und das Baby quasi als erfolglosen Job betrachten. Auch diese beiden sind bei Dr. Foster regelmäßige Besucher.

Fazit:
Was die Serie auszeichnet, sind die sehr expliziten Sexszenen, in denen wirklich viel gezeigt wird, was man sonst so nicht oder nicht in dieser Menge im Fernsehen sieht. Besonders in der Pilotfolge hangelte sich die Handlung von einer Sexszene zur nächsten, was mir persönlich ein wenig unnötig und übertrieben erschien. Das Format ist in jedem Fall innovativ, das kann man „Tell Me You Love Me“ nun wirklich nicht vorwerfen. Es ist ein wenig wie in „Szenen einer Ehe“: Die Atmosphäre ist beklemmend, alles ist in herbstlichen Tönen gehalten und es wird sehr wenig geredet. Doch aus irgendeinem Grund bekommt die Serie den Bogen zum Zuschauer nicht hin. Man sieht sich das Treiben an und wird einfach nicht davon berührt. Konflikte, so ist das leider in Beziehungen, bleiben immer dieselben. Die Paare streiten sich zum hundertsten Mal um dieselben Sachen. So etwas mag als Spielfilm interessant sein, eine Art Beziehungs- und Charakterstudie, aber als Serie? Mein Geschmack ist es nicht.

„Running With Scissors“, 2006

September 24, 2007 - Schreibe eine Antwort

Warum gibt es nur so viele Filme, die sich gut anhören, eine gute Besetzung haben und dann relativ scheiße sind? Es ist eine Tragödie mit diesen Filmen. So auch mit „Running With Scissors„, dessen Name im Deutschen allerdings nur als Untertitel benutzt wird. Der Haupttitel lautet: „Krass!“ Da war aber ein Feingeist am Werk.

Fakten:
Regie: Ryan Murphy
Buch: Ryan Murphy, Augusten Burroughs
Darsteller: Annette Bening, Alec Baldwin, Joseph Cross, Brian Cox, Joseph Fiennes,Gwyneth Paltrow, Evan Rachel Wood, u.v.m.

Meine Bewertung:
3

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Ergänzung: „Friday Night Lights“

September 13, 2007 - Schreibe eine Antwort

Hier ist jemand etwas begeisterter als ich von „FNL“, und sie sagt auch warum:

10 Things I Learned from „Friday Night Lights“

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