Weil die Serie „30 Rock“ online anzusehen ist, habe ich mir in den letzten Wochen mal die ganze erste Staffel gegönnt. Die Comedy-Serie hat mich nach ein paar Folgen absolut in ihrem Bann gezogen! Hier habe ich meine Eindrücke ein wenig ausführlicher geschildert.
Fakten:
Buch: Tina Fey
Darsteller: Tina Fey, Alec Baldwin, Jane Krakowski, Tracy Morgan, Jack McBrayer
Meine Bewertung:
1-
Die Story:
Liz Lemon (Tina Fey) ist die leitende Autorin einer Sketch-Show. Sie bekommt aber einen neuen Vorgesetzten, Jack Donaghy (Alec Baldwin), der die Show rundum modernisieren will. Zuerst bekommt Liz einen neuen Star vor die Nase gesetzt, Tracy Jordan, einen afroamerikanischen Ex-Filmstar, der psychische Probleme hat. Nun muss Liz den ausgefallenen Wünschen ihres neuen Chefs entsprechen, den neuen Star unter Kontrolle bringen und ihr Privatleben als New Yorker Single unter Kontrolle bringen, was sich aufgrund ihrer ausgeprägten Geekigkeit als kompliziert erweist.
Die Message:
Als weiblicher Geek, aber auch als mächtiger Network-Executive hat man es nicht leicht, aber zusammen schafft man alles.
Das Schöne an der Serie:
Liz Lemon ist das Schöne an der Serie. Mit ihr hat diese Show eine Hauptfigur, die untypisch und doch voller Identifikationspotenzial ist. Sie tut das, was normale Frauen so tun, was Frauen in Serien aber nie tun. Sie hat Flecken auf der Kleidung, ohne es zu merken, und kann sich mit den Models nicht messen. (Obwohl das manchmal etwas affig ist, weil Tina Fey nicht gerade hässlich und fett ist. Aber wir glauben es gern.)
Besonders im Zusammenspiel mit Alec Baldwin übt die Figur der Liz Lemon ihren besonderen Reiz aus. Dessen schmierige Macho-Rolle ergänzt die chaotische Autorin perfekt.
Außerdem hat die Show tolle Nebenfiguren, allen voran Kenneth, der immer gut gelaunte Page, der zu den Dingen erstaunliche Ansichten hat, und Tracy Jordan, der psychisch äußerst labile Star von Liz Lemons Sendung. Zusätzlich gibt es popkulturelle Referenzen im Überfluss, weswegen das DVD-Boxset auch sehr verlockend ist, denn man entdeckt bei jeder Sichtung noch etwas Neues, und einige interessante Running Gags, wie z.B. die Falschaussprechung von Dr. Spaceman, was mich zugegebenermaßen noch immer zu spontanen Lachanfällen bringt.
Der trockene Humor der Serie und vor allem Alec Baldwins ausgeprägte Bereitschaft zur Selbstironie machen den Charme und hintergründigen Witz dieser Serie aus.
Was mir besonders gefällt, ist dass ernste Themen nicht gescheut werden. Liz’ Probleme mit ihrer Führungsposition als Frau und unterschwelliger Rassismus sind nur einige davon. Doch die Show hat niemals einen erhobenen Zeigefinger oder verliert ihren Charme über diese Themen. Es ist viel eher so, dass die Serie dadurch bereichert wird.
Das Blöde an der Serie:
Gibt es kaum. Die ersten zwei bis drei Folgen sind noch ein wenig lahmer als der Rest der Staffel, vermutlich wurde die Serie ein wenig an die Zuschauerresonanzen angepasst, was ihr nicht geschadet hat – im Gegenteil. Am Ende wiederum wird es etwas nervig, wenn Jack Donaghy die bescheuerte Galeristin heiraten will, aber das lässt sich verzeihen.
Fazit:
Zum Schreien komisch ist „30 Rock“ allemal. Dass dabei noch wichtige Themen mit Leichtigkeit aufgegriffen werden und allerlei Anspielungen auf Film-/Fernsehgeschäft und Popkultur geliefert werden, erfreut das intellektuelle Herz zusätzlich.
Ich würde „30 Rock“ auch gerne gucken, darf aber nicht (weil ich aus Deutschland zugreife). Wie kommst Du an die Serie? Anderer/Anonymer Proxy, anderes Heimatland Deines Providers oder Torrents/P2P/Edonkey und Co.?
Ich löste das über die anonyme Proxy. Erfordert aber ein bisschen Geduld. ^^ Nun habe ich mir aber auch die DVD-Box aus den USA bestellt.