First Impression: „Tell Me You Love Me“, HBO

Ganz neu seit dieser Saison hat HBO die Drama-Serie „Tell Me You Love Me“ im Programm, passenderweise (?) nach der lebenden Legende „Curb Your Enthusiasm“. Es sind nun zwei Folgen davon gelaufen, und da der Serienterminplan zunehmend enger wird Ende September (neue „Heroes“-Folgen ab heute!), wird es für mich nach zwei Episoden Zeit, mich von der Serie zu verabschieden, weil sie einfach nicht so mitreißend ist, dass ich sie im Terminplan unterbringen werde.

Meine Bewertung bis jetzt:
3

Die Story:
Es geht um drei Paare. Zum einen sind da Katie und David, die seit etwa zehn Jahren verheiratet sind und drei Kinder haben. Sie haben bereits seit einem Jahr überhaupt keinen Sex mehr und Katie scheint das mehr auszumachen als David. Sie entschließt sich, zu einer Paartherapeutin, Dr. May Foster, zu gehen. Ihr Mann unterstützt sie dabei aber (noch?) nicht. Außerdem gibt es noch ein junges Paar, das kurz vor der Hochzeit feststellt, dass es sich gegenseitig wohl doch nicht so gut kennt. Auch dieses Paar wird wohl über kurz oder lang bei Dr. Foster landen. Das dritte Paar sind Carolyn und Palek, Mittdreißiger, die verzweifelt versuchen, ein Baby zu bekommen, aber Carolyn wird einfach nicht schwanger. Das belastet die Beziehung erheblich, zumal beide sehr erfolgsorientiert sind und das Baby quasi als erfolglosen Job betrachten. Auch diese beiden sind bei Dr. Foster regelmäßige Besucher.

Fazit:
Was die Serie auszeichnet, sind die sehr expliziten Sexszenen, in denen wirklich viel gezeigt wird, was man sonst so nicht oder nicht in dieser Menge im Fernsehen sieht. Besonders in der Pilotfolge hangelte sich die Handlung von einer Sexszene zur nächsten, was mir persönlich ein wenig unnötig und übertrieben erschien. Das Format ist in jedem Fall innovativ, das kann man „Tell Me You Love Me“ nun wirklich nicht vorwerfen. Es ist ein wenig wie in „Szenen einer Ehe“: Die Atmosphäre ist beklemmend, alles ist in herbstlichen Tönen gehalten und es wird sehr wenig geredet. Doch aus irgendeinem Grund bekommt die Serie den Bogen zum Zuschauer nicht hin. Man sieht sich das Treiben an und wird einfach nicht davon berührt. Konflikte, so ist das leider in Beziehungen, bleiben immer dieselben. Die Paare streiten sich zum hundertsten Mal um dieselben Sachen. So etwas mag als Spielfilm interessant sein, eine Art Beziehungs- und Charakterstudie, aber als Serie? Mein Geschmack ist es nicht.

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